Zehn Jahre MatchPlay: Warum Caddylog 2026 konsequent seinen Weg geht

Seit fast einem Jahrzehnt ist Caddylog eine feste Größe im Golfkalender der Hauptstadtregion. Was einst als Initiative begann, Golfer unterschiedlicher Clubs in direkten Duellen zusammenzubringen, hat sich über die Jahre zu einer eigenständigen Matchplay-Kultur in Berlin und Brandenburg entwickelt. Mehr als 6.000 gespielte Runden in den vergangenen neun Jahren belegen, dass es sich längst nicht mehr um ein Experiment handelt, sondern um ein etabliertes Format mit Substanz.

Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten – und gerade deshalb erfolgreich. Keine starren Turniertage, keine Kanonenstarts, kein organisatorischer Überbau, der das Spiel dominiert. Stattdessen vereinbaren zwei Spieler eigenständig ihr Match, buchen eine reguläre Startzeit und tragen ihr Duell im klassischen Lochwettspiel aus. Dieses System verbindet sportlichen Anspruch mit maximaler Flexibilität. Es schafft Wettbewerb, ohne zusätzliche Bürokratie zu erzeugen.


Ein zentraler Bestandteil dieses Erfolgsmodells ist seit Jahren das 30-Prozent-Greenfee-System auf ausgewählten Partneranlagen. Diese Ermäßigung ist dabei nie als bloße Rabattaktion gedacht gewesen, sondern als strukturierter Baustein des Gesamtkonzepts. Spieler erhalten planbare Konditionen für ihre Matches, während die Clubs zusätzliche Runden generieren – häufig unter der Woche oder zu Zeiten, in denen Startzeiten sonst ungenutzt geblieben wären. Die Formel dahinter ist schlicht: Mehr Bewegung auf den Plätzen, mehr Begegnung zwischen Clubs, mehr regionale Vernetzung.

Bis einschließlich 2025 umfasste dieses Netzwerk zwölf rabattierte Anlagen. Einer dieser Plätze war der Nordplatz des Golfclub Seddin. Über viele Jahre hinweg war er eine feste Station im Caddylog-Kalender. Zahlreiche Duelle wurden dort ausgetragen, Spieler aus unterschiedlichen Heimatclubs trafen sich regelmäßig in Seddin und nutzten das 30-Prozent-Modell als Grundlage ihrer Matchplanung.

Mit dem jüngsten Managementwechsel im Golfclub Seddin hat sich die strategische Ausrichtung des Clubs jedoch verändert. Die neue Führung hat entschieden, das etablierte Rabattmodell für Caddylog-Matches auf dem Nordplatz ab der Saison 2026 nicht weiterzuführen. Damit entfällt die Grundlage für die Einbindung dieses Platzes in das 30-Prozent-Netzwerk.

Diese Entscheidung betrifft ausschließlich den Nordplatz in Seddin. Das System selbst bleibt vollständig bestehen. Das 30-Prozent-Modell gilt weiterhin – nun auf elf Partneranlagen. Struktur, Organisation und Spielprinzip verändern sich nicht.

Für Caddylog ist die Konsequenz klar, aber nicht dramatisch. Die Serie war nie an einen einzelnen Standort gebunden. Sie ist über Jahre als Netzwerk gewachsen, getragen von Anlagen, die den Gedanken einer offenen, clubübergreifenden Community aktiv unterstützen. Wenn sich Prioritäten auf einer Anlage verschieben, geht das System dennoch weiter – gestützt auf seine breite Basis.

Gerade im Jubiläumsjahr 2026 zeigt sich diese Stabilität. Zehn Jahre Aufbauarbeit haben eine Struktur geschaffen, die nicht von einem einzelnen Platz abhängt. Über 6.000 gespielte Runden sind Ausdruck einer funktionierenden Idee: Spieler organisieren sich eigenverantwortlich, begegnen sich auf unterschiedlichen Anlagen der Region und schaffen so eine Matchplay-Kultur, die es in dieser Form zuvor nicht gab.

Dabei bleibt Caddylog nicht stehen. Parallel zur Konsolidierung des Netzwerks wird das Format für 2026 weiterentwickelt. Die Strukturen werden vereinfacht, Abläufe klarer definiert, administrative Hürden reduziert. Ziel ist es, den Fokus noch stärker auf das Spiel selbst zu legen. Sportlich bleiben die bewährten Säulen bestehen: das klassische Einzel-Matchplay und das seit Jahren etablierte Scramble-Format für Teams. Beide Wettbewerbe werden in einer schlankeren, transparenteren Form angeboten, die den organisatorischen Aufwand für die Teilnehmer weiter reduziert.

Caddylog versteht sich damit nicht als statisches Turnierformat, sondern als bewegliches System. Anpassung gehört zum Spiel – im Matchplay ebenso wie in der Organisation. Wer Loch für Loch denkt, weiß: Entscheidend ist nicht der vergangene Schlag, sondern der nächste.

Auch 2026 werden Caddylog-Matches mit 30-Prozent-Greenfee-Ermäßigung auf elf Partneranlagen ausgetragen, darunter GC Bad Saarow, GC Prenden, Potsdamer Golfclub, GC Gross Kienitz, GC Seddiner See, GC Motzen, Golfpark Schloss Wilkendorf, Lausitzer Golfclub e.V., Golf Eisenach, GC Schloss Teschow sowie GC Bad Herrenalb Bernbach.

Der Nordplatz in Seddin war über Jahre Teil dieser Entwicklung. Ab 2026 ist er es nicht mehr. Die Bewegung jedoch bleibt.

Zehn Jahre haben gezeigt, dass Caddylog kein einzelner Austragungsort ist, sondern eine gewachsene Gemeinschaft. Und genau diese Gemeinschaft geht ihren Weg weiter – klar strukturiert, sportlich ambitioniert und offen für alle, die Matchplay nicht nur spielen, sondern leben wollen.